ich halts nicht mehr aus. hab einem anderen geschrieben, während mein freundweg war. Ich war gut mit ihm befreundet. Ich wünschte, ich hätte nicht mit ihm rum gemacht, denn dann wäre alles leichter gewesen. Aber ich hab es. Und jetzt ist er eifersüchtig und ich kann es nicht ändern.

20.11.16 21:09, kommentieren

Arbeit in Köln

Die letzten beiden Tage war ich viel zu fertig, um neue Einträge zu verfassen. Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, beziehungsweise die Nacht vor meinem ersten Arbeitstag konnte ich kaum einschlafen. Ich war unruhig und es war viel zu warm ihn meinem Zimmer, wogegen auch die geöffnete Balkontür und der ständig laufende Ventilator nicht viel ausrichten konnten. Richtig einschlafen konnte ich erst gegen fünf Uhr morgens, als die Hitze langsam erträglich und mein Körper und mein Geist schlicht zu müde waren, um mich noch länger umher zu wälzen. Morgens frühstückte ich zwei Scheiben Knäckebrot und etwas Obst und nahm mir etwas Vorgekochtes vom Abend zuvor mit. Ich ging früh los, denn ich wusste weder, wo ich genau hin musste, noch, wo ich vorher mein Ticket für die Straßenbahn holen konnte. Ich kam pünktlich in der Kita an. In der falschen Kita, wie sich schnell heraus stellte, denn als ich mich als neue FSJlerin vorstellte, sahen mich alle nur verwirrt an. Es klärte sich schnell, weil in dem Haus drei verschiedene Kitas untergebracht waren. Sie brachten mich zur Richtigen. Dort wurde ich freudig erwartet. Alle waren sehr nett zu mir und erklärten bereitwillig, was zu tun war und wie ich helfen konnte. Zuerst schnitt ich etwas Obst und Gemüse für das Frühstück, dann trudelten die ersten Kinder ein. Alle sind zwischen einem und drei Jahre alt. Da die Kita erst zwei Tage zuvor wieder nach den Sommerferien geöffnet hatte, war es für viele Kinder schwer, sich von den Eltern zu trennen und die sogenannte "Eingewöhnungsphase" machte den Erzieherinnen das Leben schwer. Manche Kinder weinten und schrien und die Eltern blieben den Vormittag auf einer Couch sitzen, damit sie das Kind sah, jedoch nicht unbedingt mit ihnen spielen konnte. Das sollte ihnen die Eingewöhnung erleichtern. Zum Frühstück waren sechs Kinder da. Mir viel es schwer, mich mit ihnen zu unterhalten, denn ich konnte ihre Sprachkenntnis noch nicht einschätzen. Gegen 12 Uhr gab es Mittagessen, wovon ich auch etwas abbekam, anschließend wurden die Kinder zum Schlafen in einen getrennten Schlafraum gebracht. Ich machte eine halbe Stunde Pause. Später saß ich noch eine Stunde in der Kita, denn es war nichts zu tun und die Kinder schliefen. Um zwei wachten sie auf und wurden nach und nach abgeholt. Als alle weg waren, gingen die Erzieherin und ich nach draußen, wo noch ein paar ältere Kinder spielten. Es war ein anstrengender Tag, die letzten beiden Stunden waren aus meiner Sicht relativ unnötig, da ich nur noch herumsaß und nichts mehr zu tun hatte. Aber dank einem Zeit-Abbuchungssystem war es nicht möglich, früher zu gehen. Als ich zurück im Studentenwohnheim war, brauchte ich erst eine Stunde Mittagsschlaf. Dann telefonierte ich mit M., die aus ihrer Familie geschmissen wird, diese Woche noch. Ich hoffe sehr, dass sie eine neue, bessere und vor allem sozialere Familie zugewiesen bekommt. Anschließend spielte ich mit meinem Freund WoW und ging um elf schlafen. Der gestrige Tag lief in etwa so wie der erste Arbeitstag. Auch gestern war ich ziemlich fertig und ging (trotz Freitag) schon um 22:00 Uhr ins Bett, wo ich gleich einschlief. Heute habe ich den Großteil des Tages in meiner kleinen Wohnung verbracht. Nach dem Frühstück fuhr ich in die Stadt, wo ich mich auf die Suche nach einem Volksbankautomaten machte. Ich fand nach langer Suche auch einen und kontrollierte meinen Kontostand, der sich jedoch nicht verändert hatte. Anschließend suchte ich den Dom... irgendwie habe ich ihn umkreist, ohne ihn zu finden. Nach einer Stunde jedoch war er angeschrieben und ich war nach wenigen Minuten angekommen. Wegen meines Hungergefühls fuhr ich wieder in die Wohnung. Dort aß ich erst mal etwas, dann legte ich mich aufs Bett und schaute Serien und Filme. Nun ist es bereits spät. Mein Freund rief vorher an und zog mich direkt wieder runter, als er mir sagte, wie scheiße es wäre, dass ich weg wäre.Ich hasse sowas. Mich trifft das immer als versteckter Vorwurf. Und es tut mir weh. Er bat mich sogar, das FSJ abzubrechen. Und das tat noch mehr weh. So leid es mir tut, ich bin nicht bereit, das für ihn aufzugeben. Ich wäre unglücklich daheim. Hier habe ich durch ihn einige Einschränkungen; Ich sollte mich nicht mit Jungs anfreunden, damit er nicht eifersüchtig wird. Erst rechts darf ich mit keinem Jungen etwas trinken. Feiern gehen kann ich wohl auch vergessen, wenn ich ihn nicht verletzen und verunsichern möchte. Er kann ja nichts dafür. Seine Ex ist schuld. Sie hat ihn sehr verletzt und betrogen, mit seinem besten Freund in ihrer gemeinsamen Wohnung. Und ihr hat er vertraut. Er vertraut mich auch, sagt er. Aber es kommt nicht so rüber. Er hat ständig Angst. Am Anfang unserer Beziehung habe ich das nicht ernst genommen, dann belastete es mich immer mehr. Und als er dann ständig down war, als meine Stelle in Köln sicher war, wusste ich nicht, ob unsere Beziehung überhaupt einen Sinn hat. Bei vielen Telefongesprächen kam mir der Gedanke, Schluss zu machen, um uns das beiden zu ersparen. Aber bald entschuldigte er sich für sein Verhalten und versicherte mir Unterstützung. Dieses Versprechen hielt er ein. Er fuhr sogar letztes Wochenende mit mir in die Wohnung. Wir bestellten uns essen und gingen kurz in die Stadt. Das einzige Problem war, dass ein Typ neben mir wohnt und sich einen Balkon mit mir teilt. Ich bin sehr froh, dass er das Wochenende mit mir hier verbracht hat. Es hat mich sehr glücklich gemacht. Dennoch bin ich mir unserer Beziehung immer noch nicht ganz sicher. Ich fühle mich wohl und geborgen bei ihm und hab ihn wirklich sehr gern. Aber Liebe? Das hat sich in der Pubertät ganz anders angefühlt, mit dem verliebt-sein. Aber ich bin nicht bereit, ihn los zu lassen. Er ist das beste, was mir je passieren konnte, denn er hat mich aus meiner früheren Abhängigkeit von Jungs um mein Selbstbewusstsein aufzubessern, gerettet. Während ich noch vor ein paar Monaten drei Sexpartner hatte, von denen ich jedoch nur mit einem gut befreundet war, bin ich nun glücklich, einen zu haben, der mich liebt wie ich bin. Es lässt sich sagen, dass ich glücklich hier bin. Nur mein Freund fehlt ein bisschen. Der Sex fehlt ein bisschen. Meine kleine Schwester fehlt mir auch.

17.9.16 21:04, kommentieren